Integrierte Businessplanung

Integrierte Businessplanung: Fünf Schritte zu besseren Geschäftsergebnissen

Was ist integrierte Businessplanung (IBP) und was bringt sie Ihrem Geschäft? IBP ist eine logische Folge der Absatz- und Betriebsplanung (S&OP), ein Ansatz zur besseren Abstimmung und Zusammenarbeit aller Akteure in einer Versorgungskette, der in den 80er Jahren an Beliebtheit gewann.

S&OP hat in nahezu jeder Branche einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung der Effizienz und Rentabilität von Lieferketten geleistet. IBP hilft Herstellern und Distributoren, ihre Leistung anzukurbeln. IBP fördert die Prozesse in der Supply Chain nicht isoliert, sondern beteiligt ein breites Spektrum an Interessenten an jeder Entscheidung über die Lieferkette, damit sie effektiv zum Erfolg des gesamten Geschäfts beitragen kann.

Die fünf Phasen der integrierten Businessplanung

  • Ermitteln Das Verfassen des Bedarfsplans auf lokaler und globaler Unternehmensebene.
  • Gestalten Das Ausarbeiten eines zukunftsorientierten und optimierten Gesamtbedarfs- und -versorgungsplans auf lokaler und globaler Ebene.
  • Kollaborieren Intensive Abstimmung zwischen lokalen, regionalen und globalen Teams und den Kunden sowie Lieferanten.
  • Integrieren Das Zusammenbringen aller Führungskräfte und Interessenten, um die optimierten Bedarfs-, Versorgungs- und Finanzpläne zu genehmigen.
  • Inszenieren Das Veröffentlichen eines integrierten Plans und betriebliche Einführen der Änderungen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Planung Ihres IBP-Prozesses

Im Zuge der von der Geschäftsführung geleiteten integrierten Businessplanung werden die zeitgesteuerten Prognosen bezüglich Bedarf und Angebot, Produkt- und Portfolioänderungen, strategische Projekte und die daraus resultierenden Finanzpläne bewertet und überarbeitet. Dies geschieht monatlich in zusammengefasster Form, in der Regel über einen rollierenden oder 24-Monate-Planungshorizont.

Wie jeder Prozess besteht IBP aus einzelnen, strukturierten Schritten. Demand Solutions erachtet die folgenden Schritte als maßgeblich für den IBP-Prozess:

Schritt 1: Ermitteln

In diesem Schritt wird der Bedarfsplan auf lokaler und globaler Unternehmensebene verfasst. Sie versuchen zu verstehen und zu ermitteln, wie Ihre Betriebe und Lieferkette auf die Nachfrage nach Ihren Produkten und Dienstleistungen reagieren müssen. Die Ermittlung der Nachfrage ist ein entscheidender Schritt, um sowohl Bestandsfehlmengen als auch Bestandsüberschüsse zu vermeiden. Sobald Sie einen Bedarfsplan verfasst haben, müssen Sie sicherstellen, dass der Plan mindestens auf der Abteilungsebene in Ihrer Organisation erfüllt wird. Daraufhin prüfen Ihre Bedarfsplaner oder Analysten Ihre Prognose anhand der Kundenservice- und Bestandsniveaus an jedem Monatsanfang. Dadurch können Ihre Entscheidungsträger mögliche Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und somit die Prognose entsprechend aktualisieren.

Schritt 2: Gestalten

Dieser Schritt besteht aus dem Ausarbeiten eines zukunftsorientierten und optimierten Gesamtbedarfs- und -versorgungsplans auf lokaler und globaler Ebene. In dieser Phase stimmen Sie den Bedarf mit dem Angebot ab, identifizieren Schwachstellen und analysieren Alternativen, um Diskrepanzen zu korrigieren, bevor der Kunde sie zu spüren bekommt. Hierbei konzentrieren Sie sich auf den Aufbau eines strategischen Bedarfsplans auf der Ebene der Produktfamilie oder untergeordneten Familie Ihrer Produktlinie. Das Ziel ist eine Transparenz des künftigen Bedarfs über mindestens 18 bis 24 Monate. Am Ende des Schritts ‚Gestalten‘ verfügen Sie über einen optimierten Bedarfs- und Versorgungsplan.

Schritt 3: Kollaborieren

Ziel dieses Schrittes ist die intensive Abstimmung zwischen Ihren lokalen, regionalen und globalen Teams, einschließlich der Kunden und Lieferanten. Sowohl Ihre Bedarfspläne als auch Ihre Angebotsprognosen können durch aktive Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren im Unternehmen und darüber hinaus verbessert werden. Der Vertrieb, die Handelspartner, Lieferanten und Kunden sollten in die Kollaboration einbezogen werden.

Technologie ist hierbei ein entscheidender Wegbereiter. Viele führende Unternehmen nutzen bereits die sozialen Medien zur Verbesserung der Zusammenarbeit. Dieser Trend wird in der Zukunft zweifellos noch weiter zunehmen. In der Kollaborationsphase führen Sie die Koordination zwischen den Abteilungen und laufende Kollaboration mit den Akteuren außerhalb Ihres Unternehmens ein.

Schritt 4: Integrieren

In dieser Phase werden alle Führungskräfte und Interessenten zusammengebracht, um die optimierten Bedarfs-, Versorgungs- und Finanzpläne zu genehmigen. Vergessen Sie nicht, dass IBP nur erfolgreich sein kann, wenn das Unternehmen sowie die gesamte erweiterte Lieferkette voll hinter dem Konzept steht. An diesem Punkt haben alle Parteien einen vollständigen Überblick über alle Fakten. Alle an der erweiterten Lieferkette Beteiligten gehen von den gleichen Zahlen und Voraussetzungen aus.

Die Herausforderung der Integration sollte nicht unterschätzt werden. Automatisierte Workflows und andere Technologien können freilich helfen, aber zur Integration ist eine hohe Prozessdisziplin erforderlich. Am Ende des Integrationsschrittes verfügen Sie über einen einheitlichen, optimierten Plan – und Ihre Finanzpläne werden in sämtliche Entscheidungen über das Supply Chain Management einbezogen.

Schritt 5: Inszenieren

Dieser Schritt umfasst das Veröffentlichen eines integrierten Plans und betriebliche Einführen der Änderungen. Damit schaffen Sie die Voraussetzung für kontinuierliche Verbesserungen. In dieser Phase wird ersichtlich, dass das reine Aufstellen eines Plans noch nicht ausreicht. Organisationen bestehen aus Menschen, zusammenhängenden Funktionen und Prozessen. Sie müssen den IBP-Plan über Ihre gesamte erweiterte Lieferkette hinweg präzisieren und verbreiten, um den Materialfluss so zu optimieren, dass der Bedarf erfüllt wird.

Der wirksame Einsatz einer einheitlichen, integrierten IBP-Plattform kann den Inszenierungsprozess erheblich vereinfachen. Das Endergebnis dieses Schrittes ist die globale Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern. Sie verfügen über eine agile Versorgungskette, die auf plötzliche und kurzfristige Schwankungen des Bedarfs reagieren kann.

Erste Schritte bei der integrierten Businessplanung

Die integrierte Businessplanung lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen, aber sie muss auch nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass Sie Ihre Geschäftsprozesse kontinuierlich verbessern, bis Sie die erwünschten Bestleistungen in der Lieferkette erzielen.

Um herauszufinden, ob Sie für IBP bereit sind, sollten Sie am besten zunächst den aktuellen Stand Ihres Betriebs einschätzen. Demand Solutions bietet ein Online-Tool zur Einschätzung Ihrer Supply Chain, das Ihnen verdeutlichen kann, in welcher Reifephase sich Ihr aktueller Planungsprozess befindet. Diese Einschätzung bietet einen guten Ausgangspunkt für den Aufbau einer flexiblen, agilen Lieferkette, die optimal auf die finanziellen Ziele Ihres Unternehmens ausgerichtet ist. Die Online-Einschätzung erfordert nur fünf Minuten Zeit. Zum Aufrufen klicken Sie bitte hier.

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